Freies Integrales Hang

Im November 2009 kündigte die PANArt das Freie Integrale Hang an, das seit April 2010 weitergegeben wurde. Seine Gestaltung wurde auf das Wesentliche reduziert: Es hat keinen Messingring mehr und der Ding ist im Unterschied zum Integralen Hang nicht mehr mit Messing gebürstet und einbrennlackiert. Dafür hat er eine Dreifachkuppel erhalten.

Freies Integrales Hang (neue Rohform)

Freies Integrales Hang
aus der neuen Rohform

Freies Integrales Hang (alte Rohform)

Freies Integrales Hang
aus der alten Rohform

Für das Freie Integrale Hang wurde eine neue Rohform hergestellt, bei der die neue Form der Dingkuppel schon beim Tiefziehprozess entsteht. Etliche Instrumente wurden jedoch noch aus den vorherigen Rohformen gebaut. Zunächst (Ende 2009 bis Anfang 2010) glichen diese Freien Hanghang dem Integralen Hang (mit Messing an der Dingkuppel und Messingring am Rand). Später im Jahr wurde auf die Verwendung von Messing verzichtet, so dass sie sich nur noch durch den Ding mit Doppelkuppel von den aus der neuen Rohform gebauten Instrumenten unterscheiden.

Der wichtigste Unterschied zu allen Vorgängerversionen ist jedoch, dass Felix Rohner und Sabina Schärer beim Freien Integralen Hang die Verwendung von technischen Stimmgeräten hinter sich gelassen haben. Sie vertrauen bei der Einstimmung seither ganz auf ihr Gehör und ihre innere Resonanz. Die Tonhöhe des Ding ist daher nicht mehr absolut festgelegt, sondern variiert um den Ton D3 herum. Relativ zum Ding entsprechen die Tonhöhen der Stimmen im Chor des Freien Integralen Hang denjenigen des Integralen Hang.

Der Verzicht auf das Stimmgerät ermöglicht es den Hangtunern, sich während des Einstimmprozesses ganz auf die Gestaltung der Klangdymamik und die Wirkung des Klangs zu konzentrieren. Durch eine leichte Verstimmung der Schwingungsmoden erhalten die Stimmen des Freien Integralen Hang eine im Vergleich zu den vorherigen Generationen beweglichere und ausdrucksstärkere Klangestalt. Schwebungen tragen zusätzlich zur Belebung des Klanges bei. Näheres dazu siehe unter: Freie Einstimmung.

Dem Hangspieler eröffnet die freie Einstimmung neue Möglichkeiten die Hangklänge zu formen, stellt aber auch höhere Anforderungen an die Sensibilität beim Anregen der Hang-Stimmen. Der Versuch, das Hang wie eine Trommel zu spielen, versagt beim Freien Integralen Hang noch deutlicher als bei allen Vorgängerversionen.

Mit den Freien Integralen Hanghang baut die PANArt individuelle Skulpturen, deren "klangliche Fülle ... nicht nach weiteren Instrumenten ruft", wie Felix Rohner und Sabina Schärer in ihrem Brief vom Hangbauhaus im November 2009 ausführen. In diesem Text machen sie auch deutlich, dass sie mit ihrer Arbeit nicht auf die Bedürfnisse von Perkussionisten und professionellen Musikern zielen: "Unsre Arbeit ist nicht auf musikalische Normen ausgerichtet, welche Studium, Übung und Leistung fordern. Hangspiel kann zu einer Form der Freiheit führen, die sich jedem Druck und jeder Nötigung widersetzt. Individuen, die sich dessen bewußt sind, werden durch das Hangspiel gestärkt. Gedankenloser Gebrauch kann hingegen schwächen." [1] Neben der freien Einstimmung ist dieses Verständnis ein weiterer Hintergrund für die Bezeichnung Freies Integrales Hang. Gelegentlich wird auch die Kurzform Freies Hang verwendet.

Im Jahr 2010 wurde das Freie Integrale Hang inklusive Naturfaserkoffer zu einem Preis von 2000 CHF bzw. 1300 Euro verkauft. 2011 wurde der Preis in Euro an die extreme Wechselkursentwicklung angepasst und betrug daher 1600 bis 1800 Euro. 2012 wurde der Preis auf 2400 CHF (2000 Euro) erhöht. (gehe zuFotos)

  1. Felix Rohner, Sabina Schärer: Brief vom Hangbauhaus November 2009.

Hang® ist eine eingetragene Marke der PANArt Hangbau AG.